"VOYAGE VOYAGE"

 

by klara millek,foxxi,zwaantje beer,moritz danner
// 11 - 13.02.2022 // 2-8pm
// 10.02.2022 opening 6pm

>> Des idées fatales  -  Fatale Ideen<<


>> Plus loin que la nuit et le jour (voyage, voyage)  - 

Jenseits von Nacht und Tag (Reise,Reise) <<  

 

>> Dans l'espace inouï de l'amour  - 

Im unglaublichen Raum der Liebe <<

 

>> Et jamais ne revient -  und komm nie wieder zurück <<

Voyage, Voyage  // Desireless




Die Ausstellung „VOYAGE VOYAGE" der  Künstler*innen Klara Millek, Foxxi, Zwaantje Beer und Moritz Danner entstand in einem engen Austausch in den Fernen des digitalen Raumes. Worin sich die Vier über Sehnsüchte und den Bau von Fiktionen austauschten. In einer Zeit, in der mehr in Gedanken zu blühen scheint als in der alltäglichen Monotonie, ergaben sich unter den Künstler*innen viele Gespräche über Tagträumereien, das Abschweifen von der Realität, das Verlorengehen und das zielose ins Leere starren in der eigenen Stille.

Dabei entwickelte sich ein anhaltender Diskurs über das Thema und einzelne künstlerische Arbeiten, der sich über die Zeit zu einem gemeinsamen Kontext konkretisierte. Innerhalb des kollektiven Prozesses bildeten die Künstler*innen eine eigene Wirklichkeit von einer „unvorhersehbaren Reise". Ein vielseitig wahrnehmbares Gebilde, in dem die alltägliche Kontrolle und die erwartungsgemäßen Bedingungen überflüssig scheinen. An diesem Ort wird die Schwere besiegt, die  Dauerschleife stagniert oder der Rausch zelebriert.

Die künstlerische Ausseinandersetzung lässt sich gut mit dem Ausstellungsort verknüpfen. Das WestGermany funktioniert auch sonst als ein Ort, in der die alltägliche Realität für einen kurzen Moment in der Garderobe pausieren kann. Währenddessen im Inneren ein Verschwindengehen und gedankliches Abschweifen in nicht normative Welten möglich wird.


"Von uns."

Ausstellende Künstler*innen:


Miriam Albert, Louisa Bäcker, Zwaantje Beer, Hermann Beneke, Andrey Bobb, Angelina Bobb, Moritz Danner, Svenja Hinzmann, Alica Khaet, Ilko Koestler, Sophie Kurzer, Therese Lippold, Jana Isabella Luck, Evelin Marin, Emma Louise Meyer, Mario Nater, Nessi Henning Niepmann, Olivia Pils, Elisabeth Rändel, Johannes Rudloff, Florian Schurz

 

Mitgliederausstellung:

Der BLECH – Raum für Kunst Halle e.V. stellt einundzwanzig neue Mitglieder vor. So vielfältig wie die Herangehensweisen der ausstellenden Künstler:innen ist auch die Ausstellung. Sich vorzustellen, Vorstellungen zeigen, sich zu zeigen, das haben sich die Mitglieder zum Thema gemacht. Verschiedene Positionen bekommen Raum. Die Vielfalt der Arbeiten erstreckt sich von performativen Ansätzen über Installation bis hin zu Grafik und Malerei.
Von uns. Für euch.

Mario Nater, Louisa Bäcker, Moitz Danner, Johannes Rudloff, Eva Marin, Ilko Koestler, Jana Isabella Luck, Svenja Hinzmann (von links nach rechts))
Mario Nater, Louisa Bäcker, Moitz Danner, Johannes Rudloff, Eva Marin, Ilko Koestler, Jana Isabella Luck, Svenja Hinzmann (von links nach rechts))

"HUMAN CONDITIONS" 2021 |installation|solo exhibition|burg giebichenstein - university of art and design , halle - DE

Die Installation „human conditions“ ist ein Entwurf eines fiktiven Raumes, in dem die allgemeinen Bedingungen und Umstände menschlicher Existenz untersucht und hinterfragt werden.
Der übliche anthrazitfarbenen (Büro)Teppich, der als Fundament für die künstlerische Auseinandersetzung dient, entwickelt sich zu einer Projektionsfläche menschlicher Zustände. Eine temporäre Basis auf der menschliche Konditionen mithilfe gegenständlichen Formulierungen diskutiert werden können.
Die Objekte und Plastiken verkörpern unterschiedliche Situationen und Eigenschaften aus der „Natur des Menschen“. Obwohl die Figur selbst nicht gezeigt wird, lässt sich ihr Zustand anhand der gegebenen Umstände erahnen. Unter anderem werden existenzielle Themen über die Verletzbarkeit
von Mensch und Umwelt, aber auch über die alltäglichen Konflikte von Leistung, Fortschritt und Selbstverwirklichung erkennbar.

 

m.d.


PLOT TWIST / von Johannes Fuchs und Moritz Danner / installation / 2020

 

mms offspace galerie, bremen

 

 

 


PLOT TWIST
Was passiert, wenn das Kunstwerk als physischer Gegenstand, als Fetischobjekt, aus dem Raum entschwindet? Was beinhaltet eine künstlerische Praxis abseits der Produktion von Kunstwerken?

 

Die Ausstellung PLOT TWIST von Moritz Danner und Johannes Fuchs im MMS Raum bewegt sich ästhetisch zwischen verwachsener Ruine und Rückständen einer szenischen Situation. Humorvoll wie spielerisch inszenieren die beiden Künstler gemeinsam ein Sammelsurium von Leerstellen, Unvollständigkeiten, Unvollkommenheiten. In den Räumen entsteht durch plakatives Leerlassen von Sockeln, Rahmen, ganzer Wände ein Moment der Irritation. Es zeigt auch, welche bedenkenlose Macht dem Kunstraum als institutionalisierter Rahmen
zugeschrieben wird, wenn alles in ihm Präsentierte auratisch aufgeladen wird. Dabei eröffnet sich die Frage nach der Zeitgemäßheit dieser Aufladung. Befragt wird das transformatorische Potenzial der Zuordnungen von Räumen und Aufgaben der Kunst. Beispielhaft versteht sich MMS zugleich als Diskursort, Atelier, Forschungslabor und Präsentationsfläche.


Als Gegenentwurf zur üblichen Präsentation auratischer Objekte, legen die Bildhauer verschiedenste Rahmungsformen der Kunst offen und übergeben den Rezipierenden den kreativen Prozess des Komplementierens dieser Leerstellen.
Die Ausstellung PLOT TWIST verhandelt die Qualifikation des künstlerischen Subjekts zur Idee in Abkehr zu der Rezipierenden. In Beuys'scher Manier provoziert sie somit die Emanzipation des Blickes, nicht nur im Sinne des Sehens, sondern auch des Imaginierens, Vervollständigens, Erschaffens.


Das gemeinsame Erarbeiten und Verhandeln von Konzept und Werken durch Moritz Danner und Johannes Fuchs formiert im Vorlauf der Ausstellung. Sie tauschen sich aus, begutachten ihren Fundus an Objekten, Szenarien, Erinnerungsfragmenten und Prägungen. Eine räumliche Collage aus Requisiten einer unvollkommenen Erzählung stellt schließlich die Frage: Was, wenn die Grenzen von Ausstellung, ausgestellten Objekten und Kunstwerk
zunehmend verschwimmen, wann werden Kunstwerke ausgestellt und wann ist die
Ausstellung selbst das Kunstwerk? Als räumliche Verhandlung über Lücken, Leerstellen und Unverständnissen bewegt sich PLOT TWIST zwischen Ausstellung und Kulisse, aus dem Austausch und gemeinsamen Arbeiten wird ein unvollkommenes Ganzes.


text // Paulina Seyfried // 2020